Genozid

Koalition spricht doch von „Völkermord“ an den Armeniern

Union und SPD wollen im Zusammenhang mit den Massakern an den Armeniern vor 100 Jahren nun doch von „Völkermord“ sprechen.

Das geht aus einem Entwurf für die Gedenkstunde am 24. April hervor, über den die Fraktionen am Dienstag abstimmen. Zunächst war mit Rücksicht auf die Türkei der Begriff Völkermord vermieden worden. Nun heißt es in dem Text, 1915 habe das türkische Regime mit der Vernichtung von mehr als einer Million Armenier begonnen: „Ihr Schicksal steht beispielhaft für die Geschichte der Massenvernichtungen, der ethnischen Säuberungen, der Vertreibungen und der Völkermorde, von denen das 20. Jahrhundert auf so schreckliche Weise gezeichnet ist.“