Frühkritik

Eine bejubelte Premiere in der Komischen Oper

Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ hatte Premiere in der Komischen Oper.

Es ist eine großartige Produktion mit starken Bildern. Aber weder Barrie Kosky noch die beiden souveränen Titeldarsteller Robert Hayward und John Daszak erhielten den größten Beifall: Star war der Chor des Hauses, verstärkt durch das Vocalconsort. Barrie Kosky hat die Oper ins beginnende 20. Jahrhundert verlegt. Es geht um Gott, Verführbarkeit, Gewalt und Traumata. Eine alte Stummfilmkamera steht auf der mit großen Teppichen ausgelegten Bühne. Zeitweise quillt sie über vor Menschen und Puppen, die Kippa oder Tallit, den jüdischen Gebetsmantel, tragen. Die an sich spröde Zwölftonmusik Schönbergs wird von Vladimir Jurowski voller Emotionen vorgeführt. Die ausführliche Kritik lesen Sie morgen.