Sicherheit

Schutz vor Einbrechern: Bund will Sicherung von Häusern fördern

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Auch Mieter bekommen Zuschüsse. In diesem Jahr schon 137.000 Einbrüche in Berlin

Hausbesitzer und Mieter sollen beim Schutz vor Einbrechern mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten stärker unterstützt werden. Das beschlossen die Spitzen der großen Koalition bei einer Sitzung am Donnerstag in Göttingen. Ferner soll neben Geldstrafen – als Alternative zur Freiheitsstrafe – ein Fahrverbot als eigenständige Sanktion eingeführt werden. „Es gibt zunehmend Straftäter, für die eine Geldstrafe kein fühlbares Übel darstellt oder die gar kein Vermögen haben“, heißt es in einem gemeinsamen Papier „Kriminalität effektiver bekämpfen“.

Ursprünglich wollte sich die Union mit der SPD darauf verständigen, das Strafmaß für Einbrecher anzuheben. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hatte vorgeschlagen, Wohnungseinbrüche mit einer Haftstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren zu ahnden, statt wie bisher mit maximal fünf Jahren. „Wir haben als Union dieses Thema auf die Tagesordnung gesetzt, weil wir gesehen haben, dass viele Menschen traumatisiert sind“, sagte auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer am Donnerstag im RBB-„Inforadio“.

In Berlin bleiben Einbrüche ein großes Problem - in den ersten drei Monaten des Jahres besonders Kellereinbrüche. Von Januar bis März wurde in 5275 Keller und Dachböden eingebrochen. Das sind 59 pro Tag, oder ein Anstieg von 43,4 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr.

Um künftig Einbrüche zu verhindern, hat die große Koalition beschlossen, für den Schutz vor Dieben Programme der staatlichen KfW-Förderbank aufzustocken. „Wichtig ist uns, dass nicht nur Haus- und Wohnungseigentümer profitieren, sondern sich auch Mieter besser vor Einbrüchen in ihr Zuhause schützen können“, sagte Unions-Fraktionsvize Thomas Strobl. 40 Prozent aller Einbrecher brächen ihr Vorhaben ab, wenn sie auf eine Einbruchsicherung stießen oder Nachbarn aufmerksam würden. Ziel der großen Koalition sei „wieder mehr Sicherheit in Heim und Haus“.