Senat

Berlin will bis 2050 fast kein Kohlendioxid mehr ausstoßen

Die Hauptstadt will sich erstmals verbindlich auf den Klimaschutz verpflichten.

Die Zielmarken für den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid sind zwar schon länger politischer Konsens in Berlin. Jetzt sollen sie aber im Entwurf eines Energiewendegesetzes, den der Senat am Dienstag auf Vorlage von Umweltsenator Andreas Geisel (SPD) beschlossen hat, festgeschrieben werden. Demnach sollen die CO2-Emissionen in Berlin im Vergleich zum Basisjahr 1990 bis 2020 um 40 Prozent sinken. 2030 soll eine Reduktion um 60 Prozent erreicht sein. Für 2050 wird mit einem Minus von 85 Prozent eine weitgehend klimaneutrale Stadt angestrebt. Die Opposition und auch der Koalitionspartner CDU bemängeln, das Gesetz beinhalte wenig konkrete Maßnahmen und bestehe aus Selbstverpflichtungen des Senats. So sollen bis 2050 alle öffentlichen Gebäude energetisch saniert sein.