Ermittlungen

Erschlagener Israeli bat Botschaft um Hilfe für Heimkehr

Der 22-jährige Israeli, der am Ostersonntag erschlagen in der Ruine des Franziskanerklosters in Mitte aufgefunden wurde, hatte nur einen Tag vor seinem Tod die Botschaft seines Landes um Hilfe für seine Heimreise gebeten.

Der inzwischen als Yosi D. identifizierte Mann war seit einem Monat mit einem Touristenvisum in Deutschland und hatte nach Angaben der israelischen Botschaft kaum noch Geld und zudem sein Mobiltelefon verloren. Seine Eltern in Israel hatten auf Vermittlung des Konsuls bereits ein Rückflugticket bezahlt. Doch in einer jüdischen Gemeinde am Alexanderplatz, wo Yosi D. Essen und Unterkunft erhielt, tauchte er plötzlich nicht mehr auf, obwohl er seine Reisetasche dort ließ. Über Täter und Motiv des Verbrechens ist laut Polizei bisher nichts bekannt. In der kommenden Woche wird sein Körper nach Israel überführt. Yosi D. stammte aus einer strenggläubigen Familie.