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Seid umschlungen, Millionen!

Verdienst der Dax-Konzern-Chefs steigt 2014 um neun Prozent

Die Chefs der Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr kräftig von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitiert. Sie verdienten im Schnitt 5,3 Millionen Euro und damit neun Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht. Zum Vergleich: Der Bruttodurchschnittsverdienst lag zuletzt in Deutschland bei 45.523 Euro.

Das Plus liegt deutlich über dem jährlichen Durchschnitt von 3,4 Prozent der letzten Jahre. Verzerrt wird das Bild durch Commerzbank-Chef Martin Blessing: Er erhielt erstmals seit der Finanzkrise einen Bonus. Spitzenverdiener war erneut VW-Chef Martin Winterkorn. Der Manager verdiente nach einem Rekordjahr des Autokonzerns 15,6 Millionen Euro, sieben Prozent mehr als 2013. K+S-Lenker Norbert Steiner musste sich dagegen mit 2,1 Millionen Euro begnügen (minus zwei Prozent). Commerzbank-Chef Blessing kassierte neben einem Grundgehalt von 1,3 Millionen Euro dem Geschäftsbericht zufolge noch einmal gut den gleichen Betrag als variable Vergütung. Damit beliefen sich seine Gesamtbezüge für 2014 auf 2,67 Millionen Euro. Ohne diesen Sprung wäre die Vergütung der Dax-Chefs den Angaben zufolge im Schnitt um 4,6 Prozent gestiegen.

Die Konzerne steigerten ihren Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um durchschnittlich 15 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Ausgewertet wurden die vorliegenden Geschäftsberichte von 23 der 30 Dax-Konzerne.