Test

Musik macht die Katze froh

US-Forscher erfreuen die Tiere mit eigens für sie komponierten Stücken

Der Begriff „Katzenmusik“ bekommt eine neue Bedeutung. Bisher stand er für schräge Tonkombinationen – abgeleitet vom Geschrei rolliger Katzen. Nun haben US-Forscher der Universität von Wisconsin Katzenmusik komponiert: Musik für Katzen. Das Team um Charles Snowdon wollte zunächst wissen, ob die Tiere überhaupt auf Musik reagieren.

Generell ist wenig darüber bekannt, ob sich Tiere für menschengemachte Klänge interessieren. Dann dachten sich die Forscher, dass Katzen Laute anders wahrnehmen als Menschen. Beispielsweise produzieren sie Töne, die insgesamt etwa eine Oktave höher liegen. Dann suchten sie das richtige Tempo und orientierten sich bei ihren Kompositionen unter anderem am Rhythmus des Schnurrens. Schließlich beobachteten die Forscher im häuslichen Umfeld der Tiere deren Verhalten beim Vergleichstest. Und tatsächlich: Während Klassik mit Desinteresse quittiert wurde, reagierten die vierpfotigen Testteilnehmer bei „ihrer“ Musik häufig mit positiven Urteilen: Sie liefen auf den Lautsprecher zu, rieben oft den Rücken an ihm und schnurrten. Wer seiner Katze also in kultureller Hinsicht etwas Gutes tun will, könnte ihr – sobald die Musik-Labels die neuen Chancen erkannt haben – Katzenkompositionen zu Gehör bringen. Sofern die nicht zu sehr zum Katzenjammer beim Halter führen.

Etwas geforscht wurde indes schon zum Thema Tier und Tonkunst. Britische Forscher hatten herausgefunden, dass Kühe mit Musik immerhin drei Prozent mehr Milch geben. In großen Milchbetrieben kommt da einiges zusammen. Nur langsam sollte die Musik sein: Auf Beethovens 6. Symphonie und Simon & Garfunkels „Bridge over Troubled Waters“ sprach das Vieh am besten an. Das schnelle Stück „Size of a cow“ der Rockband The Wonder Stuff erwies sich im Wortsinne als kontraproduktiv.