Ermittlungen

Mordfall Nemzow: Russland meldet drei Festnahmen

Eine Woche nach dem Attentat auf den russischen Dissidenten Boris Nemzow sind drei Verdächtige festgenommen worden.

Sie stammten aus der russischen Unruheregion Nordkaukasus, sagte der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes, Alexander Bortnikow, am Sonnabend. Sie seien „verdächtig, dieses Verbrechen verübt zu haben“. Ob einer von ihnen als Todesschütze verdächtigt wird, blieb aber offen. Zwei der Festgenommenen seien Brüder, teilte Albert Barachajew vom Sicherheitsrat in der Republikhauptstadt Magas am Sonnabend mit. Die Brüder Ansor und Schagid G. hätten länger in Moskau gelebt, der dritte Verdächtige, Saur D., sei einige Zeit in Tschetschenien gewesen, meldete die Agentur Interfax. Der russische Nordkaukasus ist islamisch geprägt. Extremisten kämpfen dort mit Anschlägen für ein eigenes Kalifat. Nemzow war in der Nacht zum 28. Februar in unmittelbarer Nähe des Kreml in Moskau erschossen worden.