Medizin

Ärztekammer für eine Impfpflicht gegen Masern

Im Fall des verstorbenen anderthalbjährigen Jungen aus Reinickendorf sorgt jetzt der vorläufige Obduktionsbericht für Gewissheit.

Die Masern seien die Ursache für seinen Tod, so die Charité. „Bei dem Kind lag eine Erkrankung vor, die ohne die Maserninfektion nicht zum Tode geführt hätte“, hieß es. „Insofern ist die Masernerkrankung ursächlich für den Tod des Kindes.“ Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Günther Jonitz, sprach sich für eine Impfpflicht gegen Masern aus. Gerade für Kinder könne die Krankheit tödlich sein, sagte Jonitz am Dienstag im RBB-Inforadio. Eine Impfung habe praktisch keine Risiken oder Nebenwirkungen. Unterdessen hat die am Montag wegen Masern geschlossene Schule in Lichtenrade den Unterricht wieder aufgenommen. Das Gesundheitsamt überprüfte die Impfbücher von Mitschülern und Lehrern. Fünf Schüler wurden vom Unterricht ausgeschlossen, bis sie geimpft sind.