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Berlin: Champions-League-Finale hebelt Nachtflugverbot aus ++ Frankreich: Reisepässe von sechs Dschihadisten eingezogen ++ Flüchtlinge: Katholische Kirche will an Kirchenasyl festhalten ++ Iran: CDU verurteilt Wettbewerb über Holocaust-Karikaturen

Champions-League-Finale hebelt Nachtflugverbot aus

Der Fußball siegt über das Nachtflugverbot: Nach dem Champions-League-Finale am 6. Juni in Berlin müssen sich die Anwohner der Flughäfen Tegel und Schönefeld auf Dutzende Flüge in der Nacht einstellen. Je nachdem, welche Mannschaften ins Finale kämen, müssten bis zu 30.000 Fans nach Hause, sagte der Chef der Gemeinsamen Oberen Luftfahrtbehörde Berlins und Brandenburgs, Wolfgang Fried, am Montag. Die meisten Flüge starten dann in Schönefeld.

Reisepässe von sechs Dschihadisten eingezogen

Die französischen Behörden haben erstmals Personalausweise und Reisepässe von sechs mutmaßlichen Dschihadisten eingezogen, die in den Kampf nach Syrien ziehen wollten. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte am Montag eine massive Ausweitung solcher Maßnahmen an: Etwa 40 weitere Ausreiseverbote seien „in Vorbereitung“. Der Entzug von Reisedokumenten ist in dem neuen, französischen Anti-Terror-Gesetz vom November verankert.

Katholische Kirche will an Kirchenasyl festhalten

Trotz Kritik will die katholische Kirche von der Abschiebung bedrohten Flüchtlingen auch künftig Kirchenasyl gewähren. „Wir wollen auf diese Tradition nicht verzichten“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zum Start der Frühjahrstagung der Bischofskonferenz in Hildesheim. Das Instrument habe sich bewährt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte das Kirchenasyl in letzter Zeit mehrfach kritisiert.

CDU verurteilt Wettbewerb über Holocaust-Karikaturen

Die Union hat einen iranischen Karikaturenwettbewerb über den Holocaust verurteilt. Der Aufruf an Zeichner, die systematische Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nationalsozialisten zu leugnen oder zu relativieren, sei geschmacklos, sagte Philipp Mißfelder, außenpolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion. Der CDU-Politiker erklärte weiter, Karikaturen von Religionsstiftern ließen sich nicht mit Darstellungen des Holocaust, einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit, vergleichen.