Nahverkehr

BVG erwischt 350.000 Schwarzfahrer

Ersten Schätzungen zufolge haben Kontrolleure der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) im vergangenen Jahr etwa 350.000 Schwarzfahrer erwischt.

Damit soll sich die Zahl auf dem Niveau der Vorjahre bewegen, bestätigte BVG-Sprecherin Petra Reetz der Berliner Morgenpost. „Uns dienen Kontrollen nicht dazu, Einnahmen zu machen, sondern sie sollen abschrecken, damit nicht noch mehr Menschen schwarzfahren.“ Schwarzfahrer müssten ein erhöhtes Beförderungsentgelt zahlen, das noch 40 Euro beträgt, ab Sommer aber auf 60 Euro steigen soll. Das Schwarzfahren soll der BVG einen Schaden von mehr als 20 Millionen Euro verursachen. „Diese Summe ist eine virtuelle“, betonte Reetz. Zugrunde liege eine von allen deutschen Verkehrsunternehmen benutzte mathematische Berechnung.

Unterdessen setzt das Unternehmen die Modernisierung des Fahrzeugparks fort. Am Freitag präsentierte BVG-Chefin Sigrid Nikutta gleich zwei neue Bustypen: Einen zwölf Meter langen Eindecker vom niederländischen Busbauer VDL und einen neuen Doppelstockbus vom schwedischen Fahrzeughersteller Scania. Der in Skandinavien gebaute Doppeldecker mit zahlreichen technischen Innovationen soll zunächst ein Jahr lang getestet werden, bevor über ein Großauftrag entschieden wird. Dagegen wird der Eindecker bereits in Serie gebaut. Insgesamt hat die BVG bei VDL 236 neue Busse bestellt.