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Große Koalition: Weniger Süßigkeiten an Supermarktkassen ++ Unicef: Syrische und irakische Kinder leiden unter hartem Winter ++ Modekette: Kritik an Uniqlo wegen Missständen bei Zulieferern

Weniger Süßigkeiten an Supermarktkassen

Kinder sollen nach dem Willen der schwarz-roten Koalition an Supermarktkassen nicht mehr so stark zu Süßigkeiten verführt werden. Die Bundesregierung solle mit dem Handel darauf hinwirken, dass „quengelfreie“ Kassen angeboten werden, heißt es in einem Antrag der Union, über den der Bundestag diesen Donnerstag berät. Die Vorsitzende des Ernährungsausschusses, Gitta Connemann (CDU), sagte: „Süßigkeiten gehören dazu – aber nicht als Lockmittel in der Warteschlange.“ In den Regalen direkt an den Kassen werden in vielen Läden zum Beispiel Schokoriegel angeboten, weswegen Kinder ihre Eltern anbetteln.

Syrische und irakische Kinder leiden unter hartem Winter

Mindestens sieben Millionen Flüchtlingskinder aus Syrien und dem Irak leiden laut Unicef unter dem harten Winter im Nahen und Mittleren Osten. Viele der Mädchen und Jungen lebten in unfertigen Gebäuden und nicht wintertauglichen Unterkünften, teilte das UN-Kinderhilfswerk am Dienstag in Genf mit. Starke Schneefälle, Frost und eisige Winde machten den Flüchtlingen schwer zu schaffen. Laut einem Unicef-Sprecher starben bereits mehrere Kinder an Unterkühlung und anderen Folgen der Kälte. Bislang könne Unicef nur rund 900.000 Kinder mit warmer Kleidung, Decken, Heizgeräten und Gutscheinen für Hilfsgüter versorgen. Für die Nothilfe werde dringend mehr Geld benötigt.

Kritik an Uniqlo wegen Missständen bei Zulieferern

Die japanische Modekette Uniqlo, die auch in Berlin eine große Filiale am Tauentzien betreibt, steht wegen ihrer Geschäftsbeziehungen zu zwei chinesischen Zulieferern in der Kritik, die Arbeiter ausgebeutet haben sollen. Die in Hongkong ansässige Aktivistengruppe Sacom warf Uniqlo am Dienstag vor, bei Zulieferern einzukaufen, die in der südchinesischen Provinz Guangdong Arbeiter mehrere Stunden lang unter unsicheren Bedingungen arbeiten ließen. Ein Arbeiter habe bis zu 14 Stunden arbeiten und bis zu 700 Shirts bügeln müssen. Pro Kleidungsstück habe er vier Cent bekommen. In den Fabrikhallen herrschten „extrem hohe“ Temperaturen, der Boden sei mit Abwasser verschmutzt, die Lüftung sei dürftig und die Luft verstaubt.