Gewalt

US-Polizisten aus Rache hingerichtet

In New York und im Bundesstaat Florida wurden Beamte erschossen

In New York hat ein Afroamerikaner vermutlich aus Rache für tödliche Polizeigewalt gegen Schwarze zwei Beamte erschossen und sich danach mit einem Kopfschuss selbst getötet. Die beiden Polizisten seien in ihrem Streifenwagen im Stadtteil Brooklyn regelrecht hingerichtet worden, sagte Bürgermeister Bill de Blasio nach dem Vorfall, der die landesweite Debatte über Rassismus neu befeuern dürfte. US-Präsident Barack Obama verurteilte die Tat aufs Schärfste. „Jeden einzelnen Tag verdienen Polizisten unseren Respekt und unsere Dankbarkeit“, erklärte er.

„Obwohl wir noch nicht alle Einzelheiten kennen, ist es klar, dass dies eine Hinrichtung war, dass diese Polizeibeamten wie bei einer Exekution erschossen wurden“, sagte de Blasio auf einer Pressekonferenz mit Polizeichef William Bratton. Der 28-jährige schwarze Täter habe mit einer halbautomatischen Pistole aus nächster Nähe auf die Polizisten gefeuert, sagte Bratton. Anschließend sei er in eine nahegelegene U-Bahn-Station gelaufen, wo er sich mit einem Kopfschuss selbst das Leben genommen habe. In einem Eintrag auf der Internetplattform Instagram, der dem Täter zugeordnet wurde, heißt es: „Heute schicke ich Schweine in den Himmel. Sie bringen einen von uns um … lasst uns zwei von ihnen umlegen.“ Auch in Tarpon Springs in der Nähe von Tampa im US-Staat Florida wurde ein Polizist erschossen. Unklar blieb zunächst, ob auch dieser Vorfall im Zusammenhang mit den Protesten gegen Polizeigewalt stand.