Nahost-Konflikt

Israel beginnt mit Strafmaßnahmen gegen Palästinenser

Nach dem Anschlag auf eine Synagoge im Westteil Jerusalems hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu die von ihm angekündigte Politik der harten Hand gegen Palästinenser wahr gemacht.

In einer Vergeltungsaktion zerstörten israelische Soldaten und Polizisten am Mittwoch erstmals seit fünf Jahren das Haus eines Palästinensers in Ostjerusalem. Dieser war im Oktober mit seinem Auto in eine Fußgängergruppe gerast und hatte dabei zwei Menschen getötet. Das Auswärtige Amt in Berlin gab unterdessen verschärfte Reisehinweise für das Land heraus. Die seit dem Sommer bereits angespannte Sicherheitslage in Jerusalem habe sich nochmals verschlechtert, hieß es in einer aktuellen Mitteilung unter Verweis auf den Anschlag vom Dienstag. Zwei palästinensische Attentäter hatten vier jüdische Gläubige in einer Synagoge beim Gebet überfallen und getötet.