Bundessozialgericht

Krankenkasse muss Embryonen-Gentest nicht bezahlen

Eltern, die schwere Erbkrankheiten bei ihrem Kind ausschließen wollen, müssen für eine Präimplantationsdiagnostik (PID) selbst bezahlen.

Sie könnten von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung nicht verlangen, dass diese für die Kosten einer PID aufkommt, urteilte am Dienstag das Bundessozialgericht (BSG). Bei der PID kann das Erbgut von im Reagenzglas gezeugten Embryonen untersucht werden. Embryonen mit schweren Krankheiten können so erkannt werden. Nur die Gesunden werden in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt. Zugleich entschied das BSG, dass die Finanzierung von künstlicher Befruchtung über die gesetzliche Krankenkasse nur verheirateten Paaren zusteht.