Bundesarbeitsgericht

Arbeitnehmer haben keinen Anspruch auf ein gutes Zeugnis

Verlangt ein Beschäftigter von seinem Chef ein besseres Arbeitszeugnis, muss er im Streitfall beweisen, dass er solch eine Beurteilung auch verdient.

Dies entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem am Dienstag verkündeten Urteil und wies damit die Klage einer Berliner Arzthelferin ab, die eine gute anstatt einer nur befriedigenden Leistungsbeurteilung gefordert hatte (Az. 18 Sa 2133/12). Der Klägerin, die im Empfang einer Zahnarztpraxis arbeitete, war im Arbeitszeugnis bescheinigt worden, dass sie ihre Aufgaben „zur vollen Zufriedenheit“ erfüllt habe. Dies entspricht laut Gericht der Schulnote „befriedigend“. Daraufhin hatte die Frau geklagt.