Statistik

Immer mehr Kinder kommen in staatliche Obhut

Die Jugendämter in Deutschland haben im vergangenen Jahr bundesweit mehr als 42.000 Kinder in staatliche Obhut genommen.

Das waren fast 2000 mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag zum Tag der Kinderrechte mitteilte. Die Zahlen steigen seit Jahren kontinuierlich an. Vor zehn Jahren waren beispielsweise nur rund 26.000 Kinder in staatliche Obhut genommen worden. Zu den häufigsten Gründen für das staatliche Eingreifen zählt die Statistik überforderte Eltern, Vernachlässigung oder Misshandlung. Hinweise auf sexuellen Missbrauch gab es in 600 Fällen. Ein großer Teil der Inobhutnahmen (4700 Betroffene) entfiel laut Statistik auf Minderjährige, die ohne Eltern aus dem Ausland nach Deutschland kamen.