Stadtplanung

Berlin bekommt das Museum der Moderne

Für die Kunst des 20. Jahrhunderts entsteht in Berlin ein neues Museum der Moderne.

Neben Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie auf dem Kulturforum sollen die öffentlichen Bestände zur Klassischen Moderne sowie mehrere Privatsammlungen darin unterkommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligte am Donnerstag dafür 200 Millionen Euro. Der Bau wird voraussichtlich 2021 eröffnet.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nannte die Entscheidung einen „Riesenerfolg“ für die Kulturgeschichte und die Museumslandschaft. Der Neubau soll auf dem Kulturforum an der Potsdamer Straße entstehen – dort, wo der Philharmonie-Architekt Hans Scharoun einst ein Gästehaus für den Berliner Senat geplant hatte. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, erklärte, mit dem neuen Gebäude bekomme das Kulturforum als „Museumsinsel der Moderne“ eine Perspektive. Nun könne die Stiftung in der Präsentation der Kunst des 20. Jahrhunderts zu den großen Museen der Welt aufschließen.

Auf 14.000 Quadratmetern sollen an der Matthäuskirche zwischen Staatsbibliothek und Gemäldegalerie Bestände der Nationalgalerie sowie der Privatsammlungen Pietzsch, Marx und Marzona unterkommen. Geplant ist, das Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft zu finanzieren. Die Sammlungen von Erich Marx und Egidio Marzona sind im Hamburger Bahnhof untergebracht. Das Ehepaar Ulla und Heiner Pietzsch hatte eine Schenkung unter der Bedingung zugesagt, dass dafür ein Museum der Moderne entsteht.