Konflikt

Gewalt in der Ukraine eskaliert erneut

In der ostukrainischen Rebellenhochburg Donezk hat es am Wochenende die heftigsten Gefechte seit der Einigung auf eine Waffenruhe Anfang September gegeben.

In unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum war in der Nacht zum Sonntag Artilleriefeuer zu hören. OSZE-Beobachter hatten zuvor nahe der von prorussischen Rebellen kontrollierten Städte Donezk und Makijiwka Konvois mit Panzern, Truppentransportern und Haubitzen gesichtet, wie die Organisation in der Nacht mitteilte. Der Schweizer Außenminister und amtierende OSZE-Präsident Didier Burkhalter zeigte sich „sehr besorgt“ über ein mögliches Wiederaufflackern der Gewalt. Er rief die Konfliktparteien auf, alles zu tun, um die Waffenruhe zu stabilisieren.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow ging derweil nicht näher auf den Vorwurf der ukrainischen Führung ein, wonach am Freitag Panzer und andere Militärfahrzeuge aus Russland in die Ostukraine eingedrungen sein sollen. US-Außenamtssprecherin Jennifer Psaki hatte zuvor ebenso wie die Nato erklärt, dass keine unabhängige Bestätigung für Kiews Darstellung vorliege. Als Lawrow nach einem Treffen mit US-Außenminister John Kerry in Peking um klärende Informationen gebeten wurde, sagte er knapp: „Wenn Psaki keine hat, habe ich auch keine.“