Haushalt

Hochschulen bekommen 25 Milliarden Euro

Bund und Länder investieren bis zum Jahr 2020 mehr als 25 Milliarden Euro zusätzlich in die Hochschulen.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am Donnerstag die Fortsetzung des Hochschulpaktes beschlossen. Das bedeutet insbesondere, dass mehr Studienplätze finanziert werden, um den steigenden Bedarf zu decken. Gemessen am Stand von 2005, dem Beginn der derzeit gültigen Vereinbarung, handelt es sich um 760.000 zusätzliche Plätze für Studienanfänger. Wie viele neue Studienplätze Berlin erwarten kann, ist noch nicht berechnet. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, geht von einem jährlichen Plus von zwei bis drei Prozent aus. Die Senatsverwaltung für Wissenschaft erwartet, dass bis 2020 mindestens 31.000 Plätze für Studienanfänger pro Jahr in Berlin ausfinanziert sind. Für jeden Neu-Studenten zahlen der Bund und die Länder jeweils 13.000 Euro. Das schaffe Planungssicherheit, lobten Politiker und Universitätsvertreter.

Die GWK beschloss ferner, die Programmpauschalen für mit Drittmitteln finanzierte Forschungsprojekte von 20 auf 22 Prozent zu erhöhen. Der Bund zahlt weiterhin 20 Prozent, den Rest tragen die Länder. Mit den Pauschalen werden Gemeinkosten, etwa für Verwaltung, Raummiete und Energie bezahlt. Zudem sprachen sich die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern dafür aus, die Exzellenzinitiative für Spitzenuniversitäten auch nach 2017 fortzusetzen.