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Universitäten: Immer weniger Studenten mit Politikinteresse ++ Studie: Sterbehilfetourismus in die Schweiz nimmt zu ++ Dieter Nuhr: Zentralrat der Muslime mahnt zu Gelassenheit

Immer weniger Studenten mit Politikinteresse

Immer weniger Studierende in Deutschland interessieren sich für Politik. Sehr starkes Interesse am allgemeinen Geschehen hat nur noch knapp ein Drittel, nachdem es 20 Jahre zuvor fast die Hälfte war. Das ergab eine am Dienstag vom Bundesbildungsministerium vorgestellte Studie. Ministerin Johanna Wanka (CDU) nannte dies bedauerlich. „Gerade zum 25. Jahrestag des Mauerfalls möchte ich eindringlich an die junge Generation appellieren, die politische Freiheit in unserem Land zu nutzen.“

Sterbehilfetourismus in die Schweiz nimmt zu

Zwischen 2008 und 2012 haben 611 Ausländer in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch genommen. Darunter waren 268 Deutsche und 126 Briten, wie die „Neue Züricher Zeitung“ unter Berufung auf Daten des Instituts für Rechtsmedizin der Uni Zürich berichtete. Die Anzahl der jährlichen Fälle von Sterbehilfetourismus stieg zwischen 2008 und 2012 von 123 auf 172 an. Während die Zahl der Suizidwilligen aus Großbritannien zwischen 23 und 29 pro Jahr pendelte, ist sie bei den Deutschen von 59 auf 77 angewachsen.

Zentralrat der Muslime mahnt zu Gelassenheit

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) ruft bezüglich der Anzeige wegen „religiöser Beleidigung“ gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr zu Gelassenheit auf. Der Anzeigenerstatter, der türkischstämmige Osnabrücker Erhat Toka, sei bekannt als jemand, der „immer mal wieder aufwiegelt, Stress mit der Gemeinde macht“, sagte Zentralratspräsident Aiman Mazyek am Dienstag im RBB-Inforadio. Die Mehrheit der Muslime könne sich mit der Anzeige gegen Nuhr nicht identifizieren, betonte er.