Senat

Saleh will sozialen Frieden verteidigen

Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh hat sich als Kandidat für die Nachfolge des Regierenden Bürgermeisters für verbindliche Regeln in der Integrations- und Bildungspolitik ausgesprochen.

„Wenn wir von Freiheit reden, dann meine ich auch die Freiheit, nachts S-Bahn zu fahren, ohne angepöbelt zu werden. Man muss den sozialen Frieden verteidigen, dazu braucht es klare Regeln“, sagte Saleh. Es sei links zu sagen, dass die Kinder in die Kita gehen sollten, wo die Grundlagen für späteren Erfolg gelegt würden. „Viele Probleme in Berlin sind Umsetzungsprobleme“, sagte Saleh. Die Politik müsse verhindern, dass soziale Spannungen zu Zuständen wie in London oder Paris führten.

Der 37-Jährige Spandauer mit palästinensischen Wurzeln stellte sich der Berliner Morgenpost mit dem zum rechten SPD-Flügel zählenden Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky zum Doppelinterview. Buschkowsky lobte den realistischen Blick Salehs auf die sozialen Probleme der Stadt. Buschkowsky sprach sich für Saleh als Bürgermeister aus: „Für eine wachsende junge und bunte Stadt ist er der Richtige.“ Die Etablierten würden hingegen auf Stadtentwicklungssenator Michael Müller setzen.