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NSU-Prozess: Böhnhardt-Gruppe soll schon 1992 Waffen gehabt haben ++ Thüringen: Grüne wollen keine Sondierung mit der CDU

Böhnhardt-Gruppe soll schon 1992 Waffen gehabt haben

Nach Angaben eines Zeugen im NSU-Prozess sind in der Jugendbande des Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt bereits 1992 Waffen im Umlauf gewesen. Er habe bei einem der Mitglieder „zwei oder drei“ Waffen auf dem Tisch liegen sehen, berichtete der Zeuge, der in Jena gemeinsam mit Böhnhardt der Bande angehörte, am Montag vor dem Oberlandesgericht in München. Nach seiner Erinnerung waren es Revolver oder Pistolen. Böhnhardt bezeichnete der Zeuge als „lustig“, er habe ihn aber auch gefürchtet, denn dieser habe „ruck zuck“ die Stimmung wechseln und sehr aggressiv werden können. Über dessen damalige politische Gesinnung wisse er nicht viel. Böhnhardt habe aber Springerstiefel getragen.

Grüne wollen keine Sondierung mit der CDU

Thüringens Grüne wollen keine Sondierungsrunden für eine schwarz-rot-grüne Regierung. Ihre Partei konzentriere sich auf den angestrebten Regierungswechsel mit einem rot-rot-grünen Bündnis, sagte Fraktionschefin Anja Siegesmund nach einem Treffen mit CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Ein weiterer Gesprächstermin zwischen CDU und Grünen wurde nicht vereinbart. In Thüringen sind damit eine schwarz-rote Regierung oder eine Koalition aus Linkspartei, SPD und Grünen mit dem ersten Ministerpräsidenten der Linken, Bodo Ramelow, möglich. Die Gespräche von Linkspartei, SPD und Grünen sollen an diesem Dienstag fortgesetzt werden.