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Siemens gibt Hausgerätesparte an Bosch ab

Der Elektrokonzern Siemens treibt seinen Umbau mit zwei Milliarden-Deals voran: Die Hausgerätesparte fällt ganz an Bosch, in den USA erwerben die Münchner den Ausrüster für die Öl- und Gasindustrie Dresser-Rand.

Bosch übernimmt das Joint Venture BSH Bosch und Siemens Hausgeräte komplett und zahlt drei Milliarden Euro für den 50-prozentigen Siemens-Anteil, wie beide Unternehmen mitteilten. Siemens beendet damit die jahrzehntelange Kooperation mit Bosch beim größten deutschen Haushaltsgerätehersteller BSH. Vor Vollzug der Transaktion sollen jeweils 250 Millionen Euro an Siemens und Bosch ausgeschüttet werden. Vereinbart wurde auch, dass BSH Hausgeräte unter der Marke Siemens langfristig weiter produzieren und vertreiben darf. Die Komplettübernahme durch Bosch soll nach Zustimmung der Kartellbehörden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen werden.