Wettbewerb

Langenscheidt hat sein eigenes Gelb

Der Wörterbuch-Verlag sichert sich seine Markenfarbe

Die Milka-Kuh kennen wir ausschließlich in Lila. Die Telekom tritt dagegen immer in ihrem charakteristischen Magenta auf. Und die Wörterbücher des Langenscheidt-Verlags sind seit Donnerstag die einzigen, die in Gelb erscheinen dürfen. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe jetzt entschieden, nachdem der konkurrierende Sprachlern-Softwarehersteller Rosetta Stone für Werbung, Verpackungen und bei seinem Internetauftritt ebenfalls Gelb verwendet hatte – und Lagenscheidt deshalb rotsah. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass der Verbraucher die beiden Marken verwechseln könnte. „Hochgradig ähnlich“ seien die Gelbtöne ebenso wie die Produkte.

Doch was heißt das Urteil für die Zukunft? Müssen andere Unternehmen sich auch neue Farben suchen? Werden die Gelben Seiten zu blauen Seiten und muss der ADAC nicht nur seine Reputation, sondern auch sein Logo erneuern? Nein, so ist es nicht. Diese Gelbtöne sind zwar auch geschützt, aber nur für ihre Branche.

Gut bei alldem ist jedenfalls, dass sich zwar über Farben, nicht aber über Geschmack streiten lässt. Sonst hätte sicherlich auch schon einmal jemand gegen die lila Kuh geklagt.