Flugzeugabsturz

Ungewöhnliche Kopfgeldjagd

30 Millionen US-Dollar für die Aufklärung des Absturzes von MH17

Diese ungewöhnlich hohe Summe zur Aufklärung des Absturzes der Malaysia-Airlines-Maschine Mitte Juli mit 298 Toten setzt nun jedoch ein deutsches Büro für Wirtschaftsfahndung aus. „Wifka“ heißt die Detektei nahe Lübeck, die seit Mittwoch die Offerte auf Deutsch und Englisch auf ihrer Webseite veröffentlicht. Die 30 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) seien in der Schweiz hinterlegt, das Geld werde dort oder „an einem neutralen Ort ausbezahlt“, heißt es. Und: Eine neue Identität werde „auf Wunsch“ zugesichert.

Es klingt wie in einem James-Bond-Krimi. Scheint aber real zu sein. „Jeder ist käuflich, es ist nur eine Frage der Summe“, sagte Josef Resch, Besitzer von Wifka, dem Magazin „Capital“. Wer seine Auftraggeber sind, wisse er nicht, einer der Mittelsmänner habe aber einen Schweizer Akzent. Reschs eigene Theorien, über die er mit diversen Medien freimütig spricht, reichen von Geheimdiensten über russische Oligarchen bis zum Kreml. An den Absichten seiner Auftraggeber für die größte Kopfgeldjagd aller Zeiten zweifelt er aber nicht. Für die Annahme des Auftrags will Resch bereits 40.000 Euro erhalten haben, weitere 500.000 Euro gebe es im Erfolgsfall. Wer auch immer den Fall von MH17 über Resch aufklären will, ist ziemlich solvent: Die USA haben sich Hinweise zum Terroristen Osama bin Laden einst 25 Millionen Dollar kosten lassen.