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Lokführer streiken am Sonnabend von 6 bis 9 Uhr

Fortsetzung Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche wird gestreikt: Am Freitag rief die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) ihre Mitglieder zu einem Warnstreik für Sonnabend zwischen 6 und 9 Uhr auf. Betroffen sind alle Fern- und Regionalzüge, die S-Bahnen in Berlin und Hamburg sowie der Güterverkehr. Am Sonnabendmorgen sind zwar nicht viele Berufspendler unterwegs, es sei aber eine „reisestarke Zeit im Fernverkehr“, sagte ein Sprecher. Die Deutsche Bahn zeigte sich empört: „Niemand versteht den Sinn dieser Streiks, abgesehen von der Tatsache, dass eine Gewerkschaft das Spielfeld der anderen erobern will“, sagte Personalvorstand Ulrich Weber. Im Tarifstreit bei der Bahn geht es nicht nur um höhere Löhne, sondern auch um einen Machtkampf zwischen GDL und der Konkurrenzgewerkschaft EVG.

Berlin Frank Nachtigall, GDL-Bezirksvorsitzender für Brandenburg, Sachsen und Berlin erklärte, die von der Bahn geforderte Kooperation mit der EVG sei keine Option. Für Berlin rechnet Nachtigall wie am Montag mit einer Streikbeteiligung von mehr als 90 Prozent. „Es wird auch Pendler treffen, aber nicht so viele Berufstätige wie beim ersten Streik.“ Wahrscheinlich ist, dass der Streik auch nach dem offiziellen Ende noch Auswirkungen haben wird. Wo im Streckennetz er beginnt, ist nicht vorherzusagen. Die Bahn hat eine kostenlose Servicenummer unter 08000-996633 eingerichtet, die am Sonnabendmorgen von 5 bis 12 Uhr geschaltet ist.

Piloten Nicht nur durch den Lokführer-Streik werden Reisende auf die Probe gestellt: Die Piloten der Lufthansa legten am Freitag zwischen 17 und 23 Uhr in Frankfurt am Main bei Kurz- und Mittelstreckenflügen ihre Arbeit nieder. Insgesamt fielen 218 Flüge aus, rund 26.000 Passagiere waren betroffen. In Tegel wurden vier Verbindungen aus Frankfurt gestrichen.