Verkehr

Mit 183 Stundenkilometern durch Berlin

Bei einer Kontrolle erwischt die Polizei 134 Raser in nur 100 Minuten

Eine intensive Kontrolle der Polizei hat an den Tag gebracht, wie rücksichtslos viele Berliner Autofahrer auf den Autobahnen der Stadt unterwegs sind: In der Nacht zum Montag wurden in der Zeit zwischen 22.50 Uhr und 0.30 Uhr insgesamt 1186 Fahrzeuge auf der Stadtautobahn BAB 100 zwischen den Anschlussstellen Jakob-Kaiser-Platz und Beusselstraße bei einer Geschwindigkeitskontrolle überprüft. 134 von ihnen hatten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern überschritten.

Auf 28 von ihnen kommen Bußgelder mit Punkten zu. Elf der Autofahrer waren derart schnell, dass sie zusätzlich auch Fahrverbote zu erwarten haben. Trauriger Spitzenreiter war der Fahrer eines BMW: Er war nach Abzug der Toleranz noch mit 183 Stundenkilometern unterwegs. Der Mann muss mit einem Bußgeld von 680 Euro rechnen. Hinzu kommen zwei Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.

Die Polizei hatte kürzlich angekündigt, gerade im Hinblick auf die jetzt wieder gestartete Schulzeit vermehrt Verkehrskontrollen durchzuführen. Im Fokus seien besonders die Tempo-30-Zonen vor Schulen. Laut einem Beamten ist das Verantwortungsgefühl bei vielen Autofahrern immer noch nicht ausreichend ausgeprägt, um auf andere Rücksicht zu nehmen. „Wer allerdings einmal seinen Führerschein hat abgeben und sich für geraume Zeit an die öffentlichen Verkehrsmittel gewöhnen musste, bei dem findet vielleicht ein Umdenken statt, dass andere Menschen rettet“, so ein Polizeibeamter.