Fluggesellschaften

Wenn das Flugzeug zu spät kommt

Zahl der Ausfälle an den deutschen Airports ist deutlich gestiegen

Wer kennt das nicht? Etwas in Eile kommt man am Flughafen an, noch eine Stunde bis zum Abflug der Maschine von Berlin nach Frankfurt – und dann das. 30 Minuten Verspätung, aus denen dann 45 Minuten und schließlich 60 Minuten werden. Der Ärger ist groß, ändern kann man nichts. Und jetzt ist klar: Das ist kein Einzelfall. An den fünf größten deutschen Flughäfen gab es nach Auswertungen der Firma EU-Claim im vergangenen Jahr zwölf Prozent mehr Flugausfälle oder deutliche Verspätungen als im Jahr 2012.

Nach den Daten der Firma, die für Fluggäste Ausgleichszahlungen bei den Airlines einklagt, fielen 28.115 Flüge ganz aus beziehungsweise starteten oder landeten mehr als drei Stunden verspätet. Drei Stunden sind die Grenze für Entschädigungen. In Deutschland waren 4,8 Millionen Passagiere von Flugverspätungen oder Ausfällen betroffen. Plötzlicher Eisregen im Januar und Wintereinbrüche hätten Anfang vergangenen Jahres für die insgesamt schlechten Zahlen im deutschen Flugverkehr gesorgt, so EU-Claim.

Ein Teil der Störungen war entsprechend auf höhere Gewalt zurückzuführen, für die Passagiere keine Ausgleichszahlung erhalten. Dazu zählen etwa Streiks oder massive Unwetter. Die Zahl der Vorfälle, für die Reisende Entschädigungen beanspruchen können, sank im Jahr 2013 um rund zehn Prozent auf 11.874 Fälle, wie aus den Daten hervorgeht. Die Angaben beziehen sich auf die Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg und Berlin.