Außenpolitik

Vorbehalte gegen Waffenlieferungen in den Irak schwinden

In der Bundesregierung schwinden die Vorbehalte gegen Waffenlieferungen in den Irak zur Unterstützung der Kurden im Kampf gegen die Extremistengruppe „Islamischer Staat“ (IS).

„Wir schließen nichts aus, schauen was möglich ist und tun was nötig ist – so schnell, wie das nur irgend möglich ist“, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nach einem Kurzbesuch im Irak. Auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) schloss Waffenlieferungen nicht mehr aus. Kurden-Führer Massud Barsani forderte am Wochenende ganz offen Waffen für seine Kämpfer auch aus Deutschland. Unterdessen erinnerten mehr als 900 Menschen am Sonntag in Berlin mit einen ökumenischen Bittgottesdienst an die verfolgten religiösen Minderheiten im Irak und in Syrien. Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki rief in einem Grußwort die Christen weltweit zu mehr Solidarität mit den orientalischen Christen auf.