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Jugendämter: 38.000 Kinder misshandelt oder stark vernachlässigt ++ Finanzen: Öffentlicher Schuldenstand sinkt erstmals seit 1950 ++ Studie: Risiken der Früherkennung werden unterschätzt

38.000 Kinder misshandelt oder stark vernachlässigt

Jugendämter haben im vergangenen Jahr 17.000 Fälle von akuter und 21.000 Fälle von latenter Kindeswohlgefährdung festgestellt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Demnach waren die Zahlen von Misshandlungen, Vernachlässigungen oder sexuellem Missbrauch in etwa so hoch wie im Jahr zuvor, als die Statistik erstmals erhoben worden war. Die Jugendämter leiteten knapp 116.000 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdungslage von Kindern ein, ein Plus von rund 8,5 Prozent im Vergleich zu 2012.

Öffentlicher Schuldenstand sinkt erstmals seit 1950

Erstmals seit 1950 ist der öffentliche Schuldenstand in Deutschland gesunken: Die Verbindlichkeiten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen verringerten sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 30,3 Milliarden Euro oder 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Als eine der Ursachen nannten die Statistiker die positive Entwicklung der sogenannten Bad Banks. Die öffentliche Hand war 2013 mit rund 2,038 Billionen Euro verschuldet.

Risiken der Früherkennung werden unterschätzt

Die möglichen Nachteile der Krebs-Früherkennung sind einer Studie der Bertelsmann Stiftung und der Krankenkasse Barmer GEK zufolge nicht ausreichend bekannt. Bei einer Befragung von knapp 1800 Patienten habe lediglich jeder dritte gewusst, dass eine Früherkennungsuntersuchung Risiken haben könne. Dazu zählten vor allem falsche Befunde, die zu psychischen Belastungen oder sogar zu überflüssigen Operationen führten, teilte die Stiftung mit.