Krieg

Ukrainische Armee zieht den Kreis um Donezk enger

Trotz einer von Separatisten angebotenen Waffenruhe hat die ukrainische Armee ihren Belagerungsring um Donezk erneut enger gezogen.

Mit massivem Artilleriefeuer versuchte das Militär, eine strategisch wichtige Versorgungsroute der Aufständischen zum russischen Grenzgebiet abzuschneiden. Für eine Feuerpause müssten die Rebellen zuerst die Waffen niederlegen, sagte ein Armeesprecher. Separatistenführer Alexander Sacharschenko drohte, sollte das Militär in Donezk einmarschieren, erlebe es dort sein „Stalingrad“. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach angesichts rasant steigender Opferzahlen und einer zerstörten Infrastruktur von einer schwierigen Lage in den Separatistenhochburgen Donezk und Lugansk. Falls Russland wie beabsichtigt Hilfsgüter in das Konfliktgebiet schicken wolle, dürfe dies nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Ukraine geschehen, sagte er.