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PKW-Maut: Seehofer mahnt Vereinbarungen an ++ Krankenkassen: Gröhe will weniger Einfluss auf Medizinischen Dienst ++ Bundeswehr-Studie: Afghanistan-Einsatz verändert die Soldaten ++ Berg-Karabach: Putin vermittelt zwischen Armenien und Aserbaidschan

Seehofer mahnt Vereinbarungen an

In der Auseinandersetzung über die geplante Pkw-Maut setzt CSU-Chef Horst Seehofer auf Vertragstreue innerhalb der schwarz-roten Koalition. Die Pkw-Maut sei im Koalitionsvertrag vereinbart und müsse darum nun auch koalitionstreu umgesetzt werden, sagte er im ZDF-„Sommerinterview“ am Sonntagabend. „Und das werden wir im Herbst tun.“ Dazu hätten sich auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CDU-Generalsekretär Peter Tauber und SPD-Chef Sigmar Gabriel bekannt.

Gröhe will weniger Einfluss auf Medizinischen Dienst

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will nach Recherchen des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“ mit einem neuen Gesetz den Einfluss der Krankenkassen auf den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung zurückdrängen. Gröhe lasse derzeit prüfen, ob die Zahl der hauptamtlichen Krankenkassenmitarbeiter in den MDK-Verwaltungsräten begrenzt werden müsse, berichtete der Südwestrundfunk. Möglicherweise sei die Mitgliedschaft in diesen Gremien auch unvereinbar mit einer hauptamtlichen Tätigkeit bei einer Krankenkasse.

Afghanistan-Einsatz verändert die Soldaten

Einsätze in Afghanistan haben für die beteiligten deutschen Soldaten gravierende Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie der Bundeswehr über Rückkehrer aus dem Konfliktgebiet am Hindukusch. Viele Soldaten berichteten nach ihrer Heimkehr von größerem Selbstbewusstsein und einer größeren Wertschätzung des Lebens, erläuterte Anja Seiffert, Studienleiterin des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

Putin vermittelt zwischen Armenien und Aserbaidschan

Nach Gefechten in Berg-Karabach haben sich die Südkaukasus-Republiken Aserbaidschan und Armenien gegenseitig die Schuld an einer Zuspitzung der Lage gegeben. Die Präsidenten Ilham Aliyev aus Aserbaidschan und Sersch Sargsjan aus Armenien warfen sich bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Sotschi vor, UN-Resolutionen nicht einzuhalten. Putin forderte seine Amtskollegen zu einer friedlichen Lösung auf: „Der Konflikt ist ein Erbe der Sowjetunion und es ist notwendig, diese komplizierte Lage friedlich zu bewältigen.“