Wortschatz

„Schland o Schland“

Institut für Deutsche Sprache nimmt das Wort ins Nachschlagewerk auf

Im Jahr 2006 fing alles an. Jürgen Klinsmann war Bundestrainer, und die deutsche Fußballnationalmannschaft verwandelte bei ihrer Heim-Weltmeisterschaft Deutschland in „Schland“. Zwar war im Halbfinale Schluss, Italien spielte einfach cleverer. Doch das Gefühl, die Euphorie blieb – bis zur diesjährigen Weltmeisterschaft in Brasilien, bei der Deutschland endlich wieder den Pokal gewann.

Acht Jahre nach dem Sommermärchen kommt die Wortschöpfung nun zu besonderen Ehren. Das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) nimmt „Schland“ in sein Nachschlagewerk Neuer Wortschatz auf, wie eine Sprecherin des Projektes Lexikalische Innovationen am Dienstag sagte. Das Nachschlagewerk definiert „Schland“ dabei wie folgt: „Deutschland als Land, dessen Bewohner ihre Fußballnationalmannschaft in einer Welt- oder Europameisterschaft feiern.“ Als Beispiele für eine typische Verwendung werden aufgeführt: „Schland rufen, Schland brüllen, Schland grölen, die inoffizielle WM-Hymne ‚Schland o Schland‘, T-Shirts mit dem Aufdruck Schland, ein fröhliches Schland, Schland feiert“. Die Kommunikationssituation sei „meist mündlich“, der Stil umgangssprachlich. Zur Entstehung heißt es: „seit Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts in Gebrauch“.

Und auch für Scrabble-Spieler gibt es wichtige Wortneuigkeiten: Die Begriffe „Selfie“ und „Hashtag“ sind bei dem Brettspiel offiziell akzeptiert. Auch „Beatbox“, „Geocache“, „Joypad“ oder „Vodcast“ stehen jetzt im Official Scrabble Players Dictionary.