Außenpolitik

Bundespräsident Gauck fordert politische Lösung für Gaza

Bundespräsident Joachim Gauck verfolgt mit „allergrößter Sorge“ die Kampfhandlungen im Nahen Osten.

Er rief die Konfliktparteien am Freitag dazu auf, „alles zu tun, um zivile Opfer zu vermeiden und das humanitäre Völkerrecht einzuhalten“. Nach Angaben seiner Sprecherin bedauert Gauck, dass die vereinbarte humanitäre Feuerpause nicht realisiert wurde und appelliert an beide Seiten, einen effektiven Waffenstillstand zu erreichen. „Einzig eine politische Lösung für Gaza kann den Menschen in Israel und in Gaza dauerhaften Frieden bringen“. Am Freitag traf Gauck mit der Berliner Initiative „Salaam-Schalom“ zusammen, die sich für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen einsetzt.

Wie unterdessen bekannt wurde, haben militante Palästinenser ungeachtet der humanitären Waffenruhe einen israelischen Soldaten verschleppt. Als Reaktion darauf erklärte Israel die Feuerpause am Freitag für gescheitert. Der 23-jährige Leutnant fiel nach Angaben des Militärs der radikalislamischen Hamas in die Hände, während seine Einheit mit Zerstörungsarbeiten an einem Tunnel beschäftigt war. Demnach erfolgte die Entführung anderthalb Stunden nach Beginn einer dreitägigen humanitären Waffenruhe, die die Vereinten Nationen und die USA in der Nacht zuvor zwischen Israel und der Hamas vermittelt hatten.