Verkehr

Unwetter in Berlin und Brandenburg

Baum stürzt auf S-Bahn-Gleise. Straßenbahn in Potsdam entgleist

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume: Auch am Dienstag tobten wieder Sommergewitter über Berlin. Dabei kam es neben starken Regen auch zu Hagel und Sturmböen von Windgeschwindigkeiten von bis zu 10 bis 11 Beaufort, sagte Meteorologe Stefan Zender vom Wetterkontor.

Am Dienstagnachmittag musste die S-Bahnstrecke 5 zwischen Olympiastadion und Spandau gesperrt werden. Dort stürzte nach Angaben der Bahn in Höhe des S-Bahnhofes Pichelsberg ein Baum auf die Gleise. Die Feuerwehr rückte um 17.20 Uhr an, um das Gleis frei zu räumen. In Hennigsdorf fiel ein großer Laubbaum auf eine Straße. Fußgänger oder Autofahrer wurden aber nicht getroffen. Am S-Bahnhof Bernau im Landkreis Barnim strömte reichlich Regenwasser in die Bahnhofsunterführung. Die Polizei meldete einige Unfälle in der Uckermark wegen starken Aquaplanings während der Regenfälle. In Potsdam entgleiste eine Straßenbahn der Linie 91 in der Heinrich-Mann-Allee. Auch in Neuruppin stürzte ein Baum auf ein Hausdach, verletzt wurde niemand.

Schlimmer traf es am Dienstag Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Münster ertrank ein Mann in seinem vollgelaufenen Keller. Nahe der Stadt kam ein Autofahrer bei Starkregen vermutlich von einer überfluteten Straße ab und starb. Die westfälische Stadt registrierte die unglaubliche Menge von 206 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden an einer Station. „Im Durchschnitt fallen in NRW in allen drei Sommermonaten zusammen 240 Liter“, sagte Meteorologin Ines Wiegand. In Baden-Württemberg lösten Gewitter Erdrutsche und Überflutungen aus. Ein Autofahrer starb bei einem Unfall auf regennasser Straße.