Konflikt

Viele Tote bei schweren Kämpfen in der Ostukraine

Ungeachtet der Regierungskrise in Kiew setzen die Streitkräfte ihre Kämpfe gegen Separatisten im Osten des Landes fort.

Die Rebellenhochburg Donezk wurde am Freitag den dritten Tag in Folge mit Artillerie beschossen. Gesundheitsbehörden berichteten, in der Region seien innerhalb eines Tages 14 Menschen getötet worden. Nach Angaben der ukrainischen Führung kamen 13 Soldaten ums Leben. Menschenrechtler warfen der ukrainischen Armee vor, bei den Kämpfen gegen die Rebellen in diesem Monat ungesteuerte Raketen vom Typ „Grad“ eingesetzt zu haben. Der Einsatz solcher Waffen in dicht besiedelten Gebieten könne ein Kriegsverbrechen sein, erklärte Human Rights Watch. Die EU setzte unterdessen ihre Beratungen über weitere Sanktionen gegen Russland fort. Sie will die Regierung in Moskau dazu bringen, Einfluss auf die prorussischen Separatisten zu nehmen.