Außenpolitik

Regierung fordert US-Geheimdienstler zur Ausreise auf

Die Bundesregierung hat in der Spähaffäre einen hochrangigen US-Vertreter zum Verlassen des Landes aufgefordert.

Mit diesem Schritt machte sie ihre Verärgerung über die mangelnde Bereitschaft der USA zur Aufklärung der Spähaffäre deutlich. Betroffen ist der offizielle Repräsentant der US-Geheimdienste in Deutschland, der an der US-Botschaft in Berlin angesiedelt ist. Er ist für die Kontaktpflege zu den deutschen Diensten zuständig. Sollte er der Aufforderung nicht nachkommen, droht ihm die formelle Ausweisung. Hintergrund sind die Ermittlungen zu zwei mutmaßlichen US-Spionen beim BND und im Verteidigungsministerium. Die US-Regierung wollte den Vorgang am Donnerstag mit Verweis auf die nationale Sicherheit nicht kommentieren. Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Caitlin Hayden, sagte: „Wir werden weiterhin auf den angemessenen Kanälen mit der deutschen Regierung in Kontakt bleiben.“