Zwischenfall

Rohrbruch über den Wolken

Trinkwasser ergießt sich bei einem Qantas-Flug auf die Passagiere

Bei einem Wasserrohrbruch in mehr als 10.000 Metern Höhe sind Economy-Klasse-Passagiere auf einem Qantas-Flug gehörig nass geworden. Das Wasser tropfte nicht nur, sondern floss regelrecht aus der im Oberdeck gelegenen Businessklasse durch die Deckenverkleidung, wie Passagiere an Bord des Airbus A380 mit Handykameras dokumentierten. Auch die Treppe verwandelte sich in einen fließenden Bach. Ein Sicherheitsrisiko habe nie bestanden, beteuerte die australische Airline.

„Nach einer Stunde Flug sprangen die Leute in den Mittelsitzen plötzlich auf“, berichtete Passagier Ken Price. „Dann sahen wir das Wasser herabströmen.“ Betroffen war offenbar eine Trinkwasserleitung. Stewards versuchten, die Wassermassen mit Handtüchern und Decken aufzuhalten, doch das Wasser stand im Gang nach kurzer Zeit mehrere Zentimeter hoch.

Qantas sprach von einem „Leck“. „Das hat die Sicherheit des Fluges nicht beeinträchtigt“, teilte die Airline mit. Die betroffenen Fluggäste seien umgesetzt und mit Decken versorgt worden, „damit sie trocken bleiben konnten“. Der Pilot habe sich dann zur Umkehr nach Melbourne entschlossen. Die Maschine war auf einem 14-stündigen Flug von Australien nach Los Angeles.

Erst am Montag hatte sich in einer United-Airlines-Maschine in den USA in 11.000 Metern Höhe eine Notrutsche aufgeblasen. Das Flugzeug mit 96 Passagieren an Bord musste auf dem Weg von Illinois nach Kalifornien ungeplant zwischenlanden, nachdem die Rutsche im hinteren Teil der Kabine sich mit Luft füllte und dann dort breitmachte. Warum, ist noch unklar. Die Piloten konnten das Flugzeug in Wichita im US-Bundesstaat Kansas notlanden.