Kritik

Fünf Millionen Euro für Polizeieinsatz an Kreuzberger Schule

Innensenator Frank Henkel (CDU) hat die Einigung zwischen dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und den Flüchtlingen in der Gerhart-Hauptmann-Schule kritisiert.

„Ich persönlich halte es für falsch, Besetzer für ihr Verhalten zu belohnen. Diese Entscheidung muss jedoch das Bezirksamt moralisch verantworten und politisch vertreten“, sagte Henkel am Donnerstag. Der Bezirk müsse das Gebäude nun so sichern, dass eine weitere Besetzung verhindert werde. Am Mittwoch hatten sich das Bezirksamt und die rund 40 Flüchtlinge, die die Hauptmann-Schule besetzt hielten, auf einen Kompromiss geeinigt. Die Flüchtlinge dürfen auf drei Etagen eines Seitenflügels wohnen bleiben. Der neuntägige Polizeieinsatz, auch mit Polizisten aus anderen Bundesländern, habe Personalkosten von etwa fünf Millionen Euro verursacht, sagte der Sprecher der Berliner Polizei, Stefan Redlich.