Polizei

Besetzter Schule droht die Räumung

Polizei sieht großes Gefährdungspotenzial – Gespräch abgelehnt

– Die besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule an der Ohlauer Straße in Kreuzberg steht voraussichtlich vor der Räumung. Wie Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) sagte, schätze die Polizei die Gefährdungslage dort als sehr ernst ein. Laut Polizei sei Gefahr im Verzug, es gebe Zeugen und Beweise, dass in der Schule Menschen damit gedroht hätten, das Gebäude anzuzünden. Bezirksamtssprecher Sascha Langenbach verwies darauf, dass die Flüchtlinge mit Molotowcocktails, Gasflaschen und Messern ausgerüstet seien. Es habe auch Drohungen gegen Mitarbeiter des Bezirksamtes gegeben. Zudem sei es in dem Haus in den vergangenen Monaten immer wieder zu Messerstechereien gekommen. Andere Flüchtlinge drohten nach Aussagen von Politikern damit, sich vom Dach der Schule zu stürzen. Die Besetzer betonten, sie seien nicht gewalttätig. Ein Gesprächsangebot des Innenstaatssekretärs Bernd Krömer (CDU) schlugen die Flüchtlinge am Freitag aus, weil es mit der Bedingung verknüpft war, die Schule zu verlassen. Das Gebäude wollen sie aber nicht aufgeben. Sie fordern ein uneingeschränktes Bleiberecht in Deutschland. Das lehnt Innensenator Frank Henkel (CDU) mit Verweis auf die deutsche Asylgesetzgebung ab. Es dürfe keine Sonderregeln geben.