Kritik

Linke verunglimpft Bundespräsidenten als „Kriegshetzer“

Die große Koalition hat Bundespräsident Joachim Gauck gegen „Kriegshetzer“-Vorwürfe aus Reihen der Linkspartei in Schutz genommen.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprach mit Blick auf Äußerungen des brandenburgischen Abgeordneten Norbert Müller, der Gauck einen „widerlichen Kriegshetzer“ genannt hatte, am Mittwoch im Bundestag von „unglaublichen Entgleisungen“. Mehrere Redner von Union und SPD forderten Linke-Fraktionschef Gregor Gysi auf, sich von Müller zu distanzieren. Müller hatte auf seiner Facebook-Seite Gaucks Einlassungen zur Außenpolitik so kommentiert: „Mancher bleibt sich treu. Andere werden Bundespräsident und widerliche Kriegshetzer.“ Gauck hatte zuvor bekräftigt, dass er Deutschland bei der Übernahme von mehr internationaler Verantwortung in der Pflicht sehe, notfalls auch militärische Mittel einzusetzen.