Sicherheit

Berliner Feuerwehr im Dauereinsatz

Landesbranddirektor stellt die Jahresbilanz vor. Die Rettungshelfer kommen oft zu spät

Die Berliner Feuerwehr arbeitet angesichts steigender Einsatzzahlen am Rande ihrer Kapazität. Im vergangenen Jahr rückten die Mitarbeiter zu mehr als 379.000 Einsätzen aus. Im Jahr zuvor waren es noch 360.000 gewesen. Die Zahl der Alarmierungen nehme jedes Jahr um etwa fünf Prozent zu, sagte Landesbranddirektor Wilfried Gräfling am Montag im Innenausschuss bei der Vorstellung des Jahresberichts für 2013. Für Großschadensereignisse, etwa einen Terroranschlag oder eine Naturkatastrophe von erheblichem Ausmaß, fehle mittlerweile die Reserve, sagte Gräfling.

Zu wichtigen Einsätzen 2013 zählten die Hilfe für die Hochwassergebiete in den östlichen Bundesländern, ein Großbrand in einem Altreifenlager in Rummelsburg und der Absturz zweier Hubschrauber der Bundespolizei bei einer Übung auf dem Maifeld. Zu Brandherden rückten Feuerwehrleute laut Bericht nur in zwei Prozent aller Fälle aus. Sorgen bereitet der Feuerwehr dagegen die Belastung durch die steigende Zahl der medizinischen Rettungseinsätze. Fast 304.500 waren es im Jahr 2013. Das sind etwa 12.000 mehr als 2012. Den Vorgaben zufolge müssen die Helfer dabei acht Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort sein. Tatsächlich brauchten sie im vergangenen Jahr aber etwas mehr als neun Minuten. Um die Anforderungen bewältigen zu können, seien 35 zusätzliche Rettungswagen notwendig, sagte Landesbranddirektor Gräfling.