Straßenverkehr

Gesperrt: Ab Freitag wird auf der Stadtautobahn A100 gebaut

Berliner müssen mit Stau rechnen. Studie prognostiziert noch mehr Verkehr in der Stadt

Auf der Berliner Stadtautobahn A100 und der A111 wird es in diesem Sommer zu Einschränkungen kommen. Vor und während der Sommerferien müssen sich Autofahrer auf Umleitungen und Staus einstellen.

Los geht es schon am Freitag: Ab 20Uhr wird am Dreieck Funkturm der Zubringer der A100 in nördlicher Fahrtrichtung zur A115 (Avus) Richtung Dreilinden voll gesperrt. Geplant ist der Austausch der bestehenden Asphaltdecke. Auch die Fugen und Fahrbahnmarkierungen werden erneuert. Für eine Teilsperrung sei die Fahrbahn nicht breit genug, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Mittwoch mit. Die Umleitung für die Bauarbeiten, die bis Montagmorgen um sechs Uhr dauern, erfolgt über die Anschlussstelle Kaiserdamm.

Nach Abschluss dieser Bauarbeiten wird am Dreieck Funkturm dann die Halenseestraßenbrücke Ost instand gesetzt. Diese Arbeiten erfolgen in drei Bauabschnitten über einen Zeitraum von zehn Wochen. Die Abfahrt Messedamm wird dafür in nördlicher Fahrtrichtung voll gesperrt, zeitgleich beginnen die Absperrarbeiten auf der Halenseestraßenbrücke. Eine von drei Fahrspuren bleibt dabei jeweils erhalten. Ebenfalls zu Einschränkungen kommt es auf der A111. Auf der Strecke an der Anschlussstelle Heckerdamm werden Drainageleitungen verlegt. In der Vergangenheit hatte eindringendes Grundwasser dort im Winter oft zu Glatteis geführt. Die Kosten für sämtliche Bauarbeiten belaufen sich auf rund eine Million Euro.

Unterdessen rechnet Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt(CSU) mit deutlichen Verkehrszuwächsen in den Großräumen Berlin und Dresden sowie im Norden und Süden der Republik. Grundlage dafür ist eine Studie der Bundesregierung, die noch größere Belastungen für Deutschlands Straßen, Schienen und Wasserwege prognostiziert.

Bis 2030 dürfte die Gütertransportleistung im Vergleich zu 2010 um 38Prozent steigen. Die stärksten Zuwächse werden dabei für die Bahn erwartet. Trotz schrumpfender Bevölkerung könnte auch der Pkw-Verkehr um zehn Prozent zunehmen, weil mehr Senioren im eigenen Wagen fahren. Dobrindt erklärte, dass die Haushaltsmittel nicht ausreichen werden, um die erforderlichen Investitionen zu finanzieren. Für mehr Projekte sollen daher private Partner gewonnen werden. Regional gibt es aber starke Unterschiede. So erwartet die Studie in manchen Regionen Ostdeutschlands abnehmenden Verkehr.