Tarifkonflikt

Vivantes-Ärzte entscheiden heute über einen Streik

1700 Ärzte, die an den Berliner Vivantes-Kliniken beschäftigt sind, stimmen vom heutigen Montag an über einen Streik ab.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert für die vom Tarifkonflikt betroffenen Ärzte des Konzerns mehr Geld, vor allem aber die Einführung einer sechsten Gehaltsstufe. Diese soll für Ärzte in Weiterbildung vom sechsten Jahr an und für Fachärzte ab dem 13. Jahr fachärztlicher Tätigkeit gelten. Vivantes bietet dagegen lineare Gehaltssteigerungen von 2,9 Prozent rückwirkend zum April dieses Jahres und 2,3 Prozent zum April des kommenden Jahres an. Die Urabstimmung endet in zwei Wochen. Der Klinikkonzern lehnt die Forderungen der Ärztegewerkschaft als nicht erfüllbar ab. Die verlangten Gehaltssteigerungen würden 13 Millionen Euro kosten, sagte Vivantes-Geschäftsführer Christian Friese. Dies sei nicht finanzierbar und müsste durch Einsparungen an anderer Stelle kompensiert werden, so Friese.