Ermittlungen

25 Festnahmen nach dem Grubenunglück im türkischen Soma

Nach dem folgenschwersten Grubenunglück in der Geschichte der Türkei mit 301 Toten hat die Staatsanwaltschaft am Sonntag Verfahren gegen drei Verdächtige wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Staatsanwalt Bekir Sahiner sagte, die drei seien Teil der insgesamt 25 Verdächtigen, die festgenommen wurden. Medienberichten zufolge gehört zu den Festgenommenen auch die Leitung des Zechenbetreibers. Die türkische Regierung und das Betreiberunternehmen hatten bislang darauf bestanden, dass am Unglück in Soma nicht Fahrlässigkeit schuld sei. Die Mine sei regelmäßig inspiziert worden. Am Sonnabend waren die Rettungsarbeiten beendet worden, nachdem Bergungskräfte die Leichen der letzten beiden vermissten Bergleute gefunden hatten. Laut Energieminister Taner Yildiz konnten insgesamt 485 Bergleute nach dem Unglück aus der Mine fliehen oder wurden gerettet.