Spionage

NSA-Ausschuss im Bundestag will Snowden befragen

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der Spähaktionen des amerikanischen Geheimdienstes NSA will der Untersuchungsausschuss des Bundestags Edward Snowden vernehmen.

Das beschloss der NSA-Ausschuss am Donnerstag einstimmig in Berlin. Die Opposition konnte ihre Forderung nach einer Einladung des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters nach Deutschland aber nicht durchsetzen. Die Union will die bis 3. Juli geplante erste Vernehmung des Zeugen in Moskau durchführen – per Video oder direkt vor Ort. Die SPD hingegen hält sich alle Varianten offen. Snowden hatte die massenhafte Datenspionage durch amerikanische und britische Geheimdienste publik gemacht. Insgesamt sollen 100 Zeugen angehört werden.