Klima

Auch das Wetter legt ein Osterei

Ovale Kaltluftfront macht exakte Vorhersagen für Deutschland schwierig

Ein „Kaltluft-Ei“ zu Ostern irritiert derzeit die Meteorologen. „Auch das Wetter spielt Osterhase und macht Vorhersagen schwierig“, sagte Frank Böttcher, Leiter des Hamburger Instituts für Wetter- und Klimakommunikation, am Mittwoch. Das „Kaltluft-Ei“ sei ein abgeschlossenes Gebiet mit kalter Luft, das derzeit über Deutschland liegt und in den Karten eiförmig abgebildet wird.

„Solche Kaltluftgebiete können immer wieder Schauer oder sogar Gewitter produzieren“, sagte Böttcher. Auch die Temperaturen am Boden würden dabei „kaum auf frühlingshafte Werte steigen“. Außerhalb dieser Wetterzone werde es hingegen trockener und wärmer. „Die Krux besteht darin, die Bewegungen dieses ‚Kaltluft-Eis‘ vorherzusagen“, so der Experte. Es verhalte sich nämlich „wie ein Fettauge auf einer Suppe“, dessen Bewegung und Form ebenfalls kaum präzise prognostiziert werden könne.

Weil kleinste Änderungen in der Zugbahn große Auswirkungen haben können, seien exakte Vorhersagen zum Osterwetter derzeit „sehr anspruchsvoll“. Im Nordosten gebe es neben einem Skandinavienhoch zeitweise ein kleines Tief mit relativ kühler und feuchter Luft. Besonders am Karfreitag sei eine „ungemütliche Wetterküche“ möglich, mit Regen und Schauern bei kühlen neun bis zwölf Grad. Am Wochenende könnte das Skandinavienhoch an Einfluss gewinnen, weil das Tief tendenziell etwas nach Südwesten zieht. Speziell an der Ostsee wird „viel Sonne“ erwartet.

Auch für den Süden Deutschlands sei die Frage nach dem Osterwetter in diesem Jahr „nicht eindeutig zu beantworten“. Hier produziere das „Kaltluft-Ei“ ebenfalls immer wieder Regen, Schauer oder einzelne Gewitter bei kühlen zehn bis 15 Grad.