Krise

Separatisten besetzen noch mehr Behörden im Osten der Ukraine

Mit der Besetzung mehrerer Behördengebäude haben prorussische Separatisten die Lage in der Ostukraine verschärft.

Bewaffnete in Tarnanzügen stürmten unter anderem eine Polizeistation in Slawjansk rund 100 Kilometer nördlich der Gebietshauptstadt Donezk. Auch der Sitz des Geheimdienstes sowie ein Verwaltungsgebäude wurden von Separatisten eingenommen. Auf dem Rathaus in Slawjansk hissten die Besetzer die russische Flagge. Der ukrainische Außenminister Andrej Deschtschiza forderte Russland in einem Telefonat mit seinem Kollegen Sergej Lawrow auf, nicht weiter mit Provokateuren Unruhe zu stiften. Moskau weist aber jede Beteiligung zurück. Im Streit mit Russland um die drastischen Gaspreiserhöhungen zeigt sich die Ukraine unnachgiebig. „Wir sehen keinen Grund für eine Preisänderung“, sagte der Chef des Staatskonzerns Naftogas, Andrej Kobolew. Kiew werde die Zahlungen an Moskau bis zu Gesprächen aussetzen.