Tarifkonflikt

Flughäfen droht Streik-Chaos

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden am Donnerstag voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr haben.

Die Gewerkschaft Verdi veröffentlichte am Dienstag Details zu den Streikplänen. Demnach sind die Beschäftigten im öffentlichen Dienst an den Flughäfen Frankfurt am Main, München, Düsseldorf, Köln-Bonn, Hamburg, Hannover und Stuttgart zu Arbeitsniederlegungen in der Frühschicht bis 14 Uhr aufgerufen.

Betroffen sind laut Verdi die Bodenverkehrsdienste, die Abfertigung, Gepäckförderanlagen, Instandhaltung und Wartung. Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber rieten Reisenden, sich über Verspätungen oder Annullierungen von Zuhause aus frühzeitig zu informieren. Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Entgelterhöhungen von 100 Euro plus zusätzlich 3,5 Prozent. Die dritte Verhandlungsrunde ist für Montag und Dienstag kommender Woche angesetzt.

Ein Sprecher der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport sagte, es sei noch nicht genau absehbar, wie stark die Beeinträchtigungen im Flugverkehr sein werden. Dies hänge davon ab, wie viele der Beschäftigten dem Verdi-Aufruf folgen werden. In Frankfurt sind rund 9600 Angestellte im öffentlichen Dienst beschäftigt. Verdi rechnet mit einer Beteiligung von 1400 Angestellten. Die Lufthansa erklärte, der Streik werde voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf den Flugplan der Lufthansa und ihrer Tochtergesellschaft Germanwings haben. Konkretere Aussagen seien noch nicht möglich. Die Gewerkschaft Verdi nehme hier in Kauf, dass eine dritte Partei, die nicht Teil der Tarifauseinandersetzung sei, durch den Streik geschädigt werde, beklagte die Lufthansa.